Dienstag, 28. Juli 2015

Top Ten Platzierung!

Platz 10 bei den 10 Meilen von Köln (10 km)

In irgendeinem meiner letzten Beiträge habe ich mal geschrieben, dass ich am liebsten immer Bestzeit laufen würde. Das stimmt uneingeschränkt.
So hatte ich mir auch für das 10km-Rennen am Sonntag, dem 26. Juli 2015, bei den 10 Meilen von Köln insgeheim erhofft, meine Bestzeit auf den 10 km, die ich erst vor zwei Wochen aufgestellt hatte, noch mal drücken zu können. Am Ende fehlten zu diesem Ziel 7 Sekunden. Schade, aber man kann wohl nicht alle zwei Wochen eine neue Bestzeit laufen.

Es war mein erster Start bei den 10 Meilen von Köln und wenn alles passt, werde ich im nächsten Jahr sicher wieder dabei sein. Das Rennen war toll - hervorragend organisiert und mit einer recht flachen, bestzeitfähigen Rennstrecke. Der Wettergott meinte es gut mit uns an diesem Sonntagmorgen: strahlendblauer Himmel und angenehme Temperaturen. Der Start des 10km-Rennens war um 9.30 Uhr direkt am Rhein, die 10 Meilen sollten dann um 10:50 Uhr folgen. Ich hatte mich schon lange im Vorfeld für den Start über 10 km entschieden. Ich fühle mich derzeit noch nicht fit genug, 10 Meilen in einem Rennen mit relativ hohem Tempo zu laufen. Zudem kam mir die frühe Startzeit um 9:30 Uhr entgegen.

Ich hatte mir vorgenommen, das Rennen genauso schnell anzugehen wie vor zwei Wochen beim Sommerlauf in Porz, also etwa mit einer Pace von 4:42 min/km. Ähnlich wie bei dem Sommerlauf läuft man bei diesem Rennen zwei Runden á 5 km. Bei einem 10km-Rennen liebe ich es, zwei Runden zu laufen. So weiß man auf der zweiten Runde genau was kommt, selbst wenn man die Strecke zuvor noch nie gelaufen ist und sie daher nicht kennt.

Ich starte wie immer recht fix und fühle mich auf dem ersten Kilometer nicht so richtig gut. Aber dann läuft es und ich pendle mich stets bei einer Pace von etwa 4:40 min/km ein. Gegen Mitte des Rennens laufe ich ungefähr 3 Kilometer in der Nähe eines Läufers, der sich vor mir befindet. Er zeigt mir stets Unebenheiten, herumliegende Äste oder ähnliches auf der Strecke mit Handzeichen an. Die Rennstrecke ist nämlich asphaltiert, stellenweise allerdings relativ uneben, da sich unter dem Asphalt viele hochgewachsene Baumwurzeln befinden. Mich hat das beim Laufen aber nicht so sehr gestört. Zudem ist am Tag vor dem Rennen der Sommersturm "Zeljko" über Köln gezogen, der sogar zur Absage des Women's Run geführt hat. Die Strecke ist daher in der Nähe von Bäumen zum Teil übersät mit kleinen, offensichtlich am Vortag heruntergewehten Zweigen. Auch das hat mich beim Laufen allerdings nicht sonderlich behindert.

Trotzdem möchte ich an dieser Stelle hervorheben, wie großartig ich das Verhalten meines Vordermanns finde! Da läuft jemand ein Rennen und macht seinen Mitläufern den Wettkampf völlig selbstlos leichter, indem er sie mit Handzeichen auf Gefahrenstellen hinweist. Dafür hätte man nach dem Rennen den Run-Fair-Preis vergeben müssen, finde ich! 

Irgendwann wird mein Vordermann ein wenig langsamer. Ich komme näher und laufe schließlich an ihm vorbei, nicht ohne ihn jedoch vorher noch aufzufordern, dranzubleiben. Vielleicht kann ich mich jetzt revanchieren und für Dich ein bisschen die Pace machen, denke ich. Ich glaube, er war noch über 2 km sehr nah an mir dran und hat nur am Ende auf dem letzten Kilometer etwas abreißen lassen müssen.

Ich selbst merke bei Kilometer 9, dass ich sehr nah dran bin an der Bestzeit, die bei 46:57 min steht. Ich versuche alles zu geben und das Tempo hoch zu halten, obwohl ich doch schon ganz schön platt bin. Am Ende reicht es nicht ganz. Eine 47:03 ist es geworden. Zur neuen Bestzeit fehlen 7 Sekunden. Kaum im Ziel, erschöpft auf den Rasen gefallen... Und schon ärgere ich mich ein wenig. Ich habe das Gefühl, dass ich zu spät angezogen habe. Hätte ich auf den letzten 500 Metern doch noch die fehlenden 7 Sekunden rausholen können? Möglicherweise. Aber: Hätte, hätte... Fahrradkette... :-) Das Rennen ist gelaufen und die Zeit steht, auch wenn meine Uhr eine Distanz von 10,1 km und eine Pace von 4:40 min/km im Durchschnitt anzeigt. Ich war also doch ganz schön schnell. Am Ende freue ich mich aber über eine Top Ten Platzierung: Platz 10 in der Gesamtwertung der Frauen ist es nämlich geworden! Das ist doch was!

Und: Man kann eben nicht alle zwei Wochen eine neue Bestzeit laufen...


6 Kommentare:

  1. Die nächste PB ist dafür umso schöner, wenn man eben weiß, dass das nicht selbstverständlich ist ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt! Es wäre ja auch zu einfach, wenn man ständig Bestzeiten laufen würde. Ich arbeiter weiter dran, dass die nächste PB bald dran ist. :-)

      Löschen
  2. Manmanman, mein Mund steht immer noch offen. Wie machst du das nur? Fast jedes WE läufst du an deiner Grenze...Wahnsinn. Was steht in diesem Jahr noch auf dem Plan?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank! :-) Ich habe ja meine ursprünglichen Plan, einen Herbstmarathon zu laufen, aufgegeben, weil ich meinen Trainingsumfang noch nicht so schnell so hoch schrauben wollte. Ich werde daher weiter an der 10er-Zeit und am Halbmarathon arbeiten. Vielleicht kann ich ja im September bei einem 10km-Rennen schon die nächste PB laufen. :-) Cool wäre es...

      Löschen
    2. Dann also ein Frühlingsmarathon?
      Ich kann Zürich empfehlen! Flache Strecke, dem See entlang, nette Stimmung und hübsche Stadt. ;-)

      Löschen
    3. Mal schauen. Ich würde tatsächlich unheimlich gerne wieder einen Frühjahrsmarathon laufen... Zürich kenne ich nicht. Evtl. hatte ich an Hamburg gedacht. Aber bis dahin ist noch Zeit. Erst mal gucken, wie ich über den Winter komme. Aber bei Bedarf komme ich auf Deinen Vorschlag zurück...

      Löschen